ANTJE PRUST

50 Ways to Love Your Monster (2011)

Regie: Antje Prust
Bühne: Anne-Friné Steiger
Kostüme: Anne-Friné Steiger
Dramaturgie: Eva Bormann
Regieassistenz: Marcel Franken

Besetzung: Ogün Derendeli, Annette Müller, Christine Reinhardt, Charles Toulouse, Oda Zuschneid

„The monsters are all inside yourself, it said to me

There is no chance to escape them easily

I’d like to help you in your struggle to be free

there must be 50 ways to love your monster

So sharpen your teeth, Keith

and fire your breath, Beth

you can enjoy, Troy,

just look at me

roar and growl, Joel

make everybody shreek, geek

enjoy to be weird and strange

love your monster for a change“

Monsters hide in our rooms, maybe under our beds, or in our wardrobes: definitely at the borders of our imaginations. They just wait for the chance to attack, to incorporate our souls and bodies.

We knew it, before, when we were young and restless, staring at their hideouts, that one day we will be the other one, the Alter Ego.

„50 Ways to Love Your Monster“ uses the metaphorical range of monstrosity to trace the exeptional circumstances of growing up: puberty as a time of transformations and metamorphosis.

Reclaiming the monster as a superheroic figure allows to deal with the topics of adolescence without sugarcoating or demonizing them.The perfomances focuses on the physical changes - breaking of voices, growth of hair and bulges - and the relationships - with lovers, friends, family and authorities - surrounding those creatures.

Five performers embrace monstrosity as beauty and freakiness - they morph into one huge creature and detach again to find their own positions in a space packed with thousands of cuddly toys.

Monster leben in Verstecken, wahlweise im Schrank oder unter dem Bett, an den Grenzen unserer Vorstellungskraft. Sie warten nur auf die Gelegenheit, herauszukommen, nachts, um sich uns einzuverleiben.

Wir wussten immer, als Kind, als wir Angst hatten, schlaflos Schrank und Bett anstarrten, dass es kommen wird. Und dann ist es in uns, das Andere, das Alter Ego. Plötzlich. Unberechenbar. Unverhältnismäßig.

Im Spiegel: ein, nein mehrere, unbekannt und doch vertraut, ein unheimlicher Zusammenschluss aus mehreren Körpern und Identitäten. Nichts geht mehr. Alles ist möglich und wächst. Transformation, Größe, Kraft und Geschrei.

Ich bin mein eigenes Monster unter dem Bett, bin ein DaZwischenwesen, un- und übernatürlich. Das Andere bin ich und ich bin anders. Verpuppt und ausgespuckt.

Kaum habe ich mich an meinen Ausnahmezustand gewöhnt, verwandle ich mich wieder, werde vom Monster zum Monster, hetze kopflos im Kreis! Im Monsterloop folge ich Spuren, die meine eigenen sind, und kann mir nicht entkommen. Wegrennen, abhauen zwecklos. Du bist und bleibst Monster. Keine Akzeptanz. Keine Toleranz. Als Monster bist du nicht gesellschaftsfähig; in einer Welt, die du bestimmst, weil sie Angst vor dir hat. Alles ist möglich. Anarchie und Selbstzerstörung, aber auch ungeahnte Superkräfte, Fähigkeiten, sich und andere zu verändern. Revolte, Aufbruch, Abbruch, Umbruch, Stimmbruch, Durchbruch.

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